251.915 Kollaboratives Arbeiten | Historische Bautechniken
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2022W, VU, 2.0h, 3.0EC, wird geblockt abgehalten

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 2.0
  • ECTS: 3.0
  • Typ: VU Vorlesung mit Übung
  • Format der Abhaltung: Hybrid

Lernergebnisse

 

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen und Methoden der Archäometrie, speziell der Archäoseismologie in der Historischen Bauforschung zu beurteilen und anzuwenden. Schadensbilder aufgrund seismischer Ereignisse an Mauerwerken und Gewölben speziell der römischen Antike als Folge von Erdbeben, aber auch konstruktive Prophylaxe als Antwort auf erlebte Beben zu erkennen und zu lesen und deren Ursachen und Folgen kritisch hinterfragen zu können, sind Ziele dieser Lehrveranstraltung.

HISTORISCHE BAUTECHNIKEN im Fokus der ARCHÄOSEISMOLOGIE

Inhalt der Lehrveranstaltung


HISTORISCHE BAUTECHNIKEN im Fokus der ARCHÄOSEISMOLOGIE


Erdbeben gehören in ihren Folgen wohl zu den verheerendsten Naturkatastrophen, denen der Mensch besonders in den Städten ausgesetzt ist. Die dabei verursachten Bauschäden und der Versuch, diese im Fall zukünftiger seismischer Bewegungen zu mindern, prägen vielerorts das Bild von Architektur und Stadt. Sie sind ausschlaggebend für die Verwendung von Baumaterial und die Wahl von Konstruktionstechniken, Bautypologien und Erschließungssystemen, aber auch für Transformation und funktionierende Resilienz in den Städten.

Diesem Phänomen nachzuspüren, ist Aufgabe der Lehrveranstaltung. Dabei reichen die Methoden von der Mauerwerksanalyse (Ablesen der Mauerwerksstratigraphie und Interpretation der Schadens-/Rissbilder, Untersuchung der Mechanik des Mauerwerks) bis hin zur Archivarbeit.

Die Archäoseismologie betrachtet die Effekte und Ursachen der historischen Erdbeben einerseits aus einer mechanischen Perspektive, kann aber andererseits in der Analyse der Schadensmuster in historischen Gebäuden und im interdisziplinärer Austausch zu Optimierungen in moderner Bautechnik und im Erdbebenschutz beitragen und hilft, zukünftige Richtlinie zum erdbebensicheren Bauen zu definieren.

Methoden


Die Lehrveranstaltung setzt sich wie folgt zusammen:

Theorie/Grundlagen:

  • Vorlesungen zur Einführung in die Thematik
  • weitere Impulsvorträge als Vorbereitung für die praktischen Übungen
  • ExpertInnen - Interviews

Praxis:

  • Bauwerkserfassung, Erkennen seismischer Einwirkungen und Analyse seismisch bedingter Schäden
  • Interpretation seismischer Effekte (ausgewählte Beispiele)
  • Rekonstruktionsversuche (Bauphasen, Einsturzphasen, Ursachen und Folgen)
  • Fotodokumentationen und 3D-Modelle (SFM-Verfahren)
  • Schadenskartierungen (Identifizierung von seismischen Auswirkungen auf ein Monument/Denkmal – Risse, Verformungen etc.  in Mauerwerk und Konstruktion)
  • Erkennen historischer Reparaturen als präventive Maßnahmen
  • Instabilitätsanalyse: Mechanik des Mauerwerks
  • Diskussion von Fallbeispielen aus Antike und Mittelalter

Diese LVA wird den TeilnehmerInnen des 251.691 Moduls Baugeschichte Bauforschung als Ergänzung empfohlen ...

Prüfungsmodus

Prüfungsimmanent

Weitere Informationen

Termine (online):

Freitag 04.11. von 9:30 bis 18:00

Samstag 12.11. von 9:30 bis 18:00

Freitag 18.11. von 9:30 bis 18:00

Vortragende Personen

Institut

Leistungsnachweis

  • Anwesenheitspflicht!
  • Bereitschaft zum Mitdiskutieren in der LV
  • Abgabe eines "Projektpapers" (Beschreibung, analytische und zeichnerischgrafische Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Thema)

LVA-Anmeldung

Von Bis Abmeldung bis
19.09.2022 12:00 10.10.2022 12:00 10.10.2022 13:00

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
033 243 Architektur
066 443 Architektur

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Vorkenntnisse

 

 

Weitere Informationen

  • Anwesenheitspflicht!

Sprache

bei Bedarf in Englisch