251.872 Wahlseminar Projekt Kunstgeschichte
Diese Lehrveranstaltung ist in allen zugeordneten Curricula Teil der STEOP.
Diese Lehrveranstaltung ist in mindestens einem zugeordneten Curriculum Teil der STEOP.

2022S, SE, 3.5h, 5.0EC
TUWEL

LVA-Bewertung

Merkmale

  • Semesterwochenstunden: 3.5
  • ECTS: 5.0
  • Typ: SE Seminar
  • Format der Abhaltung: Distance Learning

Lernergebnisse

Nach positiver Absolvierung der Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage, eine wissenschaftliche Arbeit selbstständig zu organisieren, eigenständig zu einem Thema zu recherchieren und ihre Forschungsergebnisse schriftlich und mündlich zu präsentieren.

Ziele der Lehrveranstaltung

Die Ziele der Lehrveranstaltung sind das Verfassen und Präsentieren einer theoretischen Arbeit: Nach einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und der Vorstellung grundlegender methodischer Arbeitsweisen werden Sie in der Lage sein, einen wissenschaftlichen Text abzufassen und Ihre Forschungsergebnisse für die schriftliche und mündliche Präsentation aufzubereiten. Sie erhalten Hilfestellung bei der methodischen und inhaltlichen Strukturierung des zu behandelnden Themas und Anleitung im Umgang mit Bibliotheken, Datenbanken und Archiven.

Unser Ziel ist es ferner, über die Einübung eines wissenschaftlich korrekten Vorgehens von der Recherche bis zu einem Forschungsergebnis hinaus, uns anhand des besprochenen Bildmaterials in die Lage zu versetzen, die eigenen Architekturfotografien (bzw. Architekturdarstellungen im weitesten Sinn) um das Beobachtete anzureichern – zukünftige eigene Arbeiten also basierend auf bewussten Entscheidungen hinsichtlich Standort, Perspektive, Bildausschnitt, Technik, Komposition etc. anzufertigen.

Inhalt der Lehrveranstaltung

Zum LVA-Vorstellungsvideo: https://tube1.it.tuwien.ac.at/w/aCHyN4kv1xZXunGcFyQFN5

Anhand eines jährlich wechselnden Themenschwerpunktes aus dem Bereich der Kunst- und Architekturgeschichte sollen die Studierenden wissenschaftliche Texte inklusive einer abschließenden Seminararbeit verfassen. Im Rahmen des Seminars werden grundlegende wissenschaftliche Arbeitsweisen und Ansätze zur methodischen und inhaltlichen Strukturierung der Arbeit vermittelt. 

ARCHITEKTUR/FOTOGRAFIE:

Medien der Architekturdarstellung im Spannungsfeld zwischen DOKUMENTATION, (RE)PRÄSENTATION und MANIPULATION 

Das Wahlseminar Projekt Kunstgeschichte thematisiert im kommenden Sommersemester die räumliche Darstellung von Architektur und Stadt im Medium Architekturfotografie. Unter dem Titel „Architektur/Fotografie“ richten wir den Blick auf eine facettenreiche Auswahl historischer Aufnahmen und fragen nach dem jeweiligen Entstehungskontext und der Rezeptionsgeschichte sowie nach den zugrundeliegenden technischen Voraussetzungen, darstellerischen Ideen und Konzepten. Im Zentrum werden dabei sowohl die Fotografien selbst, als eigenständige Werke, sowie die im Bild dargestellten Architekturen als auch die Fotograf*innen, als Künstler*innen stehen. Die Begriffe der heurigen Unterüberschrift verstehen wir dabei mehrdeutig: Sowohl Dokumentation im Nachhinein im Sinne der Denkmalpflege als auch Dokumentation im Rahmen einer (etwa persönlichen) Recherche; sowohl (Re)Präsentation im Sinne der Präsentation eines Entwurfs als auch im dem Sinn, dass bestimmte Fotografien etwas repräsentieren (etwa die österreichische Nachkriegsmoderne); und schließlich die Manipulation, sowohl der Betrachtenden als auch des Mediums selbst, wie etwa für die Entwurfsarbeit. 

Am Beginn der Fotografie stand die Architektur; Fotografien traten nicht nur an die Stelle der bis dahin verbreiteten Druckgrafik, sondern revolutionierten durch ihre glaubwürdige und unmittelbare Anschaulichkeit die Verwendung bildlicher Dokumente. Umgelegt auf heute lässt sich schnell erkennen: Es bedarf nicht mal einer expliziten Suche nach dem Begriff Architekturfotografie auf einschlägigen Plattformen wie etwa ArchDaily, Archinect, Architectsjournal, Behance oder Pinterest, um zu sehen, dass qualitätvolle und süffige Darstellungen von architektonischen und städtebaulichen Gegebenheiten aus aktuellen visuellen Medien nicht mehr wegzudenken sind. Projekte, die sich verkaufen wollen, sind darauf angewiesen, bildlich (re)präsentiert zu werden, sei es als (fotorealistisches) Rendering des Entwurfs oder als aufgehübschtes Foto des gebauten Ergebnisses.

Ein Abgleich mit rezenten Architekturvisualisierungen aber auch mit historischen Blättern, die über zahlreiche Online-Sammlungen und -Archive abrufbar sind, verdeutlicht wiederum, wie zeitlos viele der in rezenten Architekturdarstellungen angewendeten visuellen Strategien sind. Die Gegenüberstellung zeigt außerdem, wie engmaschig verflochten sie mit benachbarten Disziplinen und technologischen Entwicklungen, wie der Malerei und der Architekturzeichnung, sind.

Während Darstellungsweisen weitgehend Schwankungen des zeitgenössischen Geschmacks oder einer Gestaltungsvorgabe unterliegen, die etwa die jeweilige „Handschrift“ eines Architekturbüros zur Geltung bringen soll, oder auch um durch Narrative bestimmte Assoziationen zu evozieren, sind die ihnen zugrundeliegenden Kompositions- und Darstellungskonzepte in den meisten Fällen seit ihrer ursprünglichen „Entdeckung“ nahezu dauerhaft aktuell.

Regelmäßig stattfindende internationale Wettbewerbe im Bereich der Architekturfotografie zeigen, dass Atmosphäre vermittelnder Architekturdarstellung eine vom Architekturdiskurs beinahe freigespielte Bedeutung innewohnt, sie eine über den Entwurfsprozess hinausgehende Gültigkeit, und durch ihre Zugänglichkeit einen gesellschaftlich breit verankerten Stellenwert, besitzen.

In der Architekturgeschichte stellen die Bildmedien der Architektur Quellen der verständlichen und nachvollziehbaren Aus- und Abbildung eines Entwurfsgedankens dar – sie verschaffen uns einen Einblick in den jeweiligen Zeitgeist, die vorherrschende Mode und aufkeimende Innovationen. Zudem liegen diesen eigenständigen Werken verschiedenste Motivationen, Absichten, Strategien und künstlerische Praktiken zugrunde. Gleichzeitig lassen sich unterschiedliche Bedürfnisse und Beweggründe, nicht nur einzelne Architekturen sondern auch die Stadt als zusammenhängende räumliche, architektonische und gesellschaftliche Struktur abzubilden, beobachten.

Gemeinsam werden wir uns im kommenden Semester einen schlaglichtartigen Überblick über verschiedene Darstellungspraktiken der vergleichsweise jungen Geschichte der (Architektur)Fotografie erarbeiten. Dabei dienen uns diese Werke als aufschlussreiche und aussagekräftige Quellen. Durch Beschreiben und Analysieren der Bilder und unter Einbeziehung des jeweiligen Entstehungskontextes werden wir den Inhalt der Darstellungen sowie die dahinterstehende Intention erörtern und mit den fachlich korrekten Termini benennen sowie in gemeinsamen Diskussionen Schnittmengen herausarbeiten.

Methoden

Neben angeleiteter Recherche, Bildbetrachtung und Bildbeschreibung sowie digitalen Exkursionen werden die Studierenden Kurzreferate zum eigenen Forschungsgegenstand halten. In gemeinsamen Beschreibungen, Bildanalysen und anschließenden Diskussionen wird das erarbeitete Wissen vertieft, vernetzt und kontextualisiert. Zugleich ermöglicht die Präsentation des eigenen Arbeitsstandes die Überprüfung von Methodik und Argumentation. Der Input der Diskussionen soll in die schriftlichen Arbeiten einfließen.

Prüfungsmodus

Schriftlich und Mündlich

Weitere Informationen

Die gesamte Lehrveranstaltung findet online in Form digitaler Einheiten über Zoom statt.

ACHTUNG: Die Anmeldung zum Wahlseminar wird zentral vom Dekanat eingerichtet. 

 

ORT:  Abhaltung der LVA in Distance-Learning via Zoom und über die Lernplattform TUWEL

Die Links zu den jeweiligen Zoom-Meetings werden über TUWEL veröffentlicht.

 

TERMINE: 

Mi., 09.03.22   14:00 - 16:00 Uhr   Auftakt: Einführung und Themenvergabe

Mi., 10.03.22.  ab 19:00 Uhr via TUWEL: Anmeldung zu den Referatsthemen

Mi., 16.03.22   14:00 - 16:00 Uhr   Lektüresitzung I / Wissenschaftl. Arbeiten I

Mi., 30.03.22   14:00 - 16:00 Uhr   Lektüresitzung II / Wissenschaftl. Arbeiten II

Mi., 06.04.22   14:00 - 16:00 Uhr   Lektüresitzung III / Wissenschaftl. Arbeiten III

Mi., 27.04.22.  14:00 Uhr                Referatsvorbesprechung für den 04.05.

Mi., 04.05.22   14:00 - 18:00 Uhr   Referate und Themeneinheit 1 (bis 18:00 Uhr)

Mi., 11.05.22.  14:00 Uhr                Referatsvorbesprechung für den 18.05.

Mi., 18.05.22   14:00 - 18:00 Uhr   Referate und Themeneinheit 2 (bis 18:00 Uhr)

Mi., 01.06.22.  14:00 Uhr                Referatsvorbesprechung für den 08.06.

Mi., 08.06.22   14:00 - 18:00 Uhr   Referate und Themeneinheit 3 (bis 18:00 Uhr)

Mi., 15.06.22   14:00 - 16:00 Uhr   Abschlusseinheit

Mi., 22.06.22.  14:00 - 16:00 Uhr   möglicher Puffertermin

 

Beachten Sie beim Verfassen der Ausarbeitung bitte die Richtlinie der TU Wien zum Umgang mit Plagiaten: Leitfaden zum Umgang mit Plagiaten (PDF)

Vortragende Personen

Institut

Leistungsnachweis

Jede*r Teilnehmer*in hat eine schriftliche, methodisch einwandfreie, wissenschaftliche Arbeit (Umfang ca. 10 Seiten Fließtext) zu verfassen. Von den Teilnehmer*innen sind im Online-Meeting Kurzreferate zu halten und Handouts auszuarbeiten, die rechtzeitig vor dem jeweiligen Referat über TUWEL hochzuladen sind.

Die Anwesenheit bei der gesamten Lehrveranstaltung ist verpflichtend. Bei Abwesenheit ist ein entsprechender Nachweis zu erbringen (z.B. Krankmeldung). Die Anwesenheit bei der Auftaktveranstaltung am 09.03.2022 ist verpflichtend. Bei Nichtteilnahme wird der Seminarplatz weitervergeben. 

In die Benotung der Leistung fließen folgende Kriterien mit ein:

  • Anwesenheit und aktive Mitarbeit bei den Online-Einheiten
  • Nachweisliche Erfüllung der Lektüreaufgaben (Diskussion)
  • Mündliches Kurzreferat zum Arbeitsstand (mit Handout)
  • Schriftliche Seminararbeit (Abgabe bis zum 15.07.)

Bewerbung

TitelBewerbungsbeginnBewerbungsende
Wahlseminare14.02.2022 09:0021.02.2022 23:59

Curricula

StudienkennzahlSemesterAnm.Bed.Info
033 243 Architektur 6. SemesterSTEOP
Lehrveranstaltung erfordert die Erfüllung der Studieneingangs- und Orientierungsphase STEOP

Literatur

Es wird kein Skriptum zur Lehrveranstaltung angeboten.

Sprache

Deutsch